Grossgruppenmoderation mit Handzeichen katalysieren

Grossgruppenmoderation hat eigene Tücken und Dramaturgie. Mit diesen schnell verstandenen Handsignalen wird es Teilnehmenden und Moderator einfacher zu sehen, wo ein Diskurs in Stocken gerät.

In größeren Diskussionsgruppen kann schnell eine eigene und hitzige Atmosphäre entstehen. Schwer zu trennen ist dann, wann es um die Sache und inhaltlichen Fragen und wann um Prozessfragen einer Metabene. Haben Moderierende vor der Veranstaltung mit der Gruppe einen code of conduct vereinbart und geklärt, was Moderation darf und soll — dann können diese einfachen Handzeichen von Nutzen sein und Verständnis erleichtern.

Aus verschiedensten Anleitungen sind diese Handzeichen entlehnt, ermöglichen Gleichzeitigkeit und beschleunigen somit produktive Auseinandersetzung. Die Signale werden wortlos mit Händen und Armen gegeben, unterbrechen den Debattenfluss nicht und sind so differenziert, dass sie auch in großen Räumen für Moderatoren und Teilnehmende gut sichtbar bleiben. Nonverbal geschieht so eine Abbildung für andernfalls kaum wahrnehmbare Störungen. Es kann vereinbart werden, dass priorisierte Handzeichen die Sprecherliste pausieren. Doch behutsam damit: bei geringer Disziplin kann das eine Veranstaltung torpedieren.

Zum Selbstausdruck als PDF skaliert diese Vorlage verlustfrei auf Plakatgröße.

  • zum Verfahren (Meta): ich möchte über die Art sprechen, wie wir diskutieren.
  • falsche Fakten: Aussage ist falsch und ich kann es beweisen.
  • clarify!: bitte Aussage erläutern
  • direkte Antwort: ich möchte direkt auf den Vorredner antworten 
  • bitte kurz fassen: signalisiert ein Auf-der-Stelle-treten, wirksamer, wenn mehrere Personen es zeigen 
  • bin verwirrt: ich verstehe den Inhalt der Diskussion nicht
  • mir ist es zu laut: Moderation spiegelt das Signal, alle beenden Nebengespräche 
  • Daumen hoch, waagregrecht, runter: Ja – neutral – Nein 
  • geballte Faust = Veto: blockiert Fortschritt in Konsens-Umgebungen