Die Spannweite verbaler Gradierung ist so erstaunlich wie die zarteren Signale darin. In einem früheren Beitrag Sehr vielleichtig! ging es um die Entsprechungen numerischer Wahrscheinlichkeiten zu verbalen Begriffen. Also: was genau meinen wir mit unscharfen Wahrscheinlichkeitsbegriffen wie ‘möglicherweise’, welchem Zahlenwert entspricht diese Einschätzung?
Ähnlich fragte eine YouGov-Studie 2018 die Bandbreite positiver wie negativer Adjektive ab. Die Frage dieser sentiment-Analyse an die Probanden war “Wie meinen Sie auf einer Skala von 0 (sehr negativ) bis 10 (sehr positiv) die folgenden Begriffe, wenn Sie diese verwenden um einer anderen Person etwas beschreiben sollen?”
Hier die Ergebnisse aus UK, beschrieben via Information is beautiful:

Das Ergebnis für UK unterscheidet sich vom US-amerikanischen. Dort sei die Differenzierung im Mittelbau dünner, heisst es in der Interpretation.

Das mieseste grading in den USA ist ‘very bad’ und kommt schlagartig bekannt vor: der orange Clowndarsteller verwendet es gerne und häufig für Diffamierungen aller Art.
