Gary Marcus nennt es “peak bubble“, The Atlantic sieht die Möglichkeit “dass wir derzeit eine KI-Blase erleben, in der die Begeisterung der Anleger den kurzfristigen Produktivitätsvorteilen der Technologie zu weit voraus ist. Wenn diese Blase platzt, könnte sie den dotcom-Absturz in den Schatten stellen” — worunter dann nicht nur die tech bros und Fans leiden würden. Und der Economist befürchtet, dass “die potenziellen Kosten (eines crash) in alarmierende Höhen schiessen“. Emsig-kluge Menschen wie Azeem Azhar und Nathan Warren tragen diese Beobachtungen zusammen, so dass wir das nicht selbst tun müssen.
Und wenn the bubble nicht platzt: wie werden Aufwand und Betrieb refinanziert? Und woher kommt der Strom dafür? McKinsey prognostiziert, dass bis 2030 atemberaubende 156 Gigawatt, das ist die kombinierte Netzkapazität von Spanien plus Portugal, für 5-8 Billionen Dollar hinzugebaut werden muss. Also neben der Dekarbonisierung. In den USA kann ein Drittel des Bruttosozialproduktes auf den Bau von Rechenzentren zurückgeführt werden. Und OpenAI, die 2024 13 Mrd USD Erlöse machten, sehen sich 2030 bei 200 Mrd. Das sieht aus wie ein sich selbst verstärkendes System. Denn allein für die computing cost sollen in den gleichen 5 Jahren bis 2030 150 Mrd USD verwendet werden. Gary Marcus schliesst messerscharf, dass eine verdreizehnfachung der Erlöse in fünf Jahren kaum durch Schüler entsteht, die chatty ihre Hausaufgaben machen lassen. Also sollten es die großen Unternehmen sein, die das Geld bringen. Bei den amerikanischen aber sinken die AI-Ausgaben in den letzten zwei Monaten statt zu steigen.
Ich verstehe das alles nicht mehr.
Die Zahlen und Prognosen flirren.
