digitalien.org — Stefan Knecht

Selbsttest: Bin ich eine dienende Führungskraft?

Was servant leadership oder dienende Führung meint, ist in ➚ Dienende Führung schon eingekesselt.Ist das auch verstanden, mit Herz und Hirn? Hier gibt es einen Selbsttest: bin ich servant leader?

 

Der ‘Attitude Questionnaire’ ist kein objektives Scoring sondern kann helfen, die eigene Einstellung zu servant leadership und als Scrum Master/Mistress/Agile Coach/Team Coach zu hinterfragen.

Das Original kommt aus der Gruppentherapie (Quellen am Ende) und ist hier ins Deutsche übersetzt und ein wenig angepasst. Wie so oft: es ist die Diskussion in der Gruppe, die diese Übung wertvoll macht. Das Scoring ist nur ein Anhaltspunkt.

Team und Gruppe meinen hier dasselbe.

22 Fragen zur 'Servant Team Leadership'

Lesen Sie diese Aussagen zu Rolle und Funktionen eines/er {Führungskraft | servant leader | Scrum Master/Mistress | Agile Coach | Trainer}.

Markieren Sie Ihre eigene Position zu jeder Aussage auf einer 5-stufigen Skala. Alternativ geht das auch per Handzeichen und als schnelle ad-hoc Übung.

5-stufige Skala mit Handzeichen
Die 22 Fragen grossformatig ausdrucken, dahinter die 4-stufige Skala – jeder Teilnehmer klebt eine Mini-Haftnotiz mit seinem Kürzel an den für ihn/sie richtigen Skalenpunkt. Dann sprechen. Das ist eh das Wichtigste.
1 Es ist die Aufgabe des { }, aktiv die Gruppennormen mit zu formen.
2 { } sollten den Teammitgliedern beibringen, wie sie ihr eigenes Team im Verlauf beobachten können.
3 Das Beste für einen { } ist, Teil des Teams zu werden.
4 Es ist gut und richtig, dass { } Privates im Team teilen.
5 Die Hauptaufgabe eines { } besteht darin, als technischer | methodischer | Fachmann zu fungieren.
6 Für gute { } ist es wichtig, einen klaren theoretisch-methodischen Rahmen zu haben, nach der die Arbeit im Team ausgerichtet wird.
7 Die Aufgabe eines { } ist es, sicherzustellen, dass eher stille Menschen zu Wort kommen.
8 { } beeinflussen Teammitglieder mehr durch ihr Vorleben als Rollenmodell als durch die von ihnen eingesetzten Techniken und Methoden.
9 Es ist im Allgemeinen am besten, wenn { } dem Team Verantwortung überträgt, aber auch einige behält.
10 Eine Hauptaufgabe eines { } ist es, das Team auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.
11 Es ist unklug, über Vergangenes zu diskutieren oder Ereignisse zu diskutieren, die außerhalb des Teams stattgefunden haben.
12 Es ist am Besten, den Teammitgliedern den größten Teil der Verantwortung für die Festlegung von Ziel und Weg zu übertragen.
13 Es ist am besten für { }, sich nur zu offenbaren, wenn das mit dem Geschehen im Team zu tun hat.
14 Von { } muss erwartet werden, dass sie eine eigene Führungstheorie entwickeln, die auf Ideen aus vielen Quellen basiert.
15 Um effektiv zu sein, müssen { } ihre eigene Motivation { } zu sein erkennen.
16 Ein Teil der Aufgabe von { } besteht darin, spezifische, beobachtbare Verhaltensziele für die Teilnehmer festzulegen.
17 Das theoretische Modell eines { } hat wenig Einfluss darauf, wie Menschen in einem Team tatsächlich interagieren.
18 Wenn { } bestimmte moderative und methodische Fähigkeiten und Techniken beherrschen, ist es nicht unbedingt erforderlich, dass sie weiter von einem theoretischen Rahmen aus arbeiten.
19 { }, die über persönliche Macht verfügen, dominieren in der Regel das Team und schüchtern die Mitglieder durch diese Macht ein.
20 Es gibt nicht viel Platz für Humor — denn Teamarbeit ist ein ernstes Geschäft.
21 { } sollten nicht erwarten, dass die Teilnehmer etwas tun, wozu sie selbst nicht bereit sind.
22 { } sind dafür verantwortlich, die schriftliche Dokumentation zu führen, die Termine/Veranstaltungen zusammenfasst.

Corey, Marianne Schneider, Gerald Corey, and Cindy Corey. 2014. Groups: Process and Practice. p50ff. 9th ed. Belmont, Calif: Brooks/Cole, Cengage Learning.