Transskript: Lernen mit dem Alter · Georg Sieber · Teil 3v3

Transparenzhinweis: das speech-to-text Transskript wurde von der KI-Suite Google Pinpoint vollautomatisch und kostenlos aus dem aufgenommenen mp3 hergestellt und ist hier nicht weiter inhaltlich bearbeitet (bis auf die Lesbarkeit von Eigennamen, die in der Umsetzung sonst verborgen gingen). Der begleitende Text und das mp3-Audio sind auf der Seite Lernen mit dem Alter · Georg Sieber

Lernen mit dem Alter ist ein Podcast Experiment. Stefan Knecht befragt ältere Menschen, deren Antworten geben Einsichten, die sonst vielleicht verschwinden würden.

Die Aufnahme mit Georg Sieber für diesen dritten Teil geschah am 24. Februar 22. Am Morgen überfiel Putin die Ukraine. Im zweiten Teil ging es um die Entstehung der Lagebilder als Szenarien für mögliche Sicherheitsbedrohungen der Olympischen Spiele 1972 in München. Lage 26 trat ein wie skizziert.

Am Nachmittag des 5.09.72 transportieren zwei Grenzschutz Hubschrauber Geiseln und das PLO Kommando zum Militärflughafen Fürstenfeldbruck. Weitere Kommunikationsversagen geschehen. Die Polizeikolonne fährt zum falschen Flughafen. Georg Sieber wird außer Dienst gestellt und verfolgt das Geschehen am Fernseher, wie die halbe Republik. Es geht alles schief. Feuergefechte auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck, Handgranaten, Geiseln und Polizisten sterben.

Hans Jochen Vogel muss musste eine Erklärung verlesen, die das Ende der Operation als erfolgreich beschreibt. Es war komplett anders, ein Irrtum. In einer polizeilichen Durchsuchung wird alles Material einbehalten. Teile davon scheinen auf Sievers Computer erhalten geblieben zu sein. Siever gerät dann in die ständige beobachtende Fahndung der deutschen Sicherheitsbehörden. Bis in die 1980er Jahre als ein Anwalt sich beim Land Bayern offiziell beschwert.

Sein Nachruf Folger als Polizeipsychologe in München mit Zalewski, der dann mit der GSG 9 in Mogadishu eine erfolgreiche Geiselbefreiung Heute ist nein, heute ist Donnerstag noch drüber. Und heute morgen hat Putin die Ukraine überfallen. Echt? Oh, was machen die jetzt? Toll. Ich hab Angst. Jetzt wird genau das gleiche passieren wie damals in München.

Keiner hat sich davor wo er interessiert, was man machen soll, was man reden soll und so was, ne? Das kriegen wir alles schon hin. Wir haben alles Leute hier. Juristen haben wir alle. So. Also, ich hab keine Angst. Alles was mir passieren kann, dass ich dass ich äh äh gekidnappt und äh irgendwo abgesetzt werde in einem schönen Schulungs Ding am am Wie heißt der See da?

Am Ammersee? Nee, am Nein. Was die da haben, die haben doch Schwarze Meer z.B. Schwarze Meer. Schwarze Meer z.B. Bei Kal See. Bei Kal See. So, und die haben äh die haben ja die haben jetzt äh auch untereinander waren die sicher auch nicht klar, ne? Also Schreiber hat versucht z.B. den Baum zu korrigieren. Aber Moment, Baum war der Innenminister der Bundesrepublik und Schreiber war Der Polizeipräsident von München.

Der aber natürlich, weil regionales, na ja, internationales na ja, internationales Ereignis Aber er hatte die Hoheit. Er war doch der Befehlsgewalt. Er hatte die Befehlsgewalt, weil damals war die Polizeibehörde noch nicht soweit. Das heißt die Länderpolizei in München? Die auch die Länderpolizei konnte in München wenig machen. Also der der Präsident, der war ja schon Bereitschaftspolizei. Den habe ich einmal getroffen, der der hat gesagt, ich bin total aufgeschmissen, ne? Können Sie mir was erzählen, was gerade läuft? Der hat nichts erfahren.

Das heißt der Jurist schreit Der hatte die lokale Polizeihoheit. Okay. Aber jetzt gehen wir mal zurück noch mal zur Kennedybrücke und dem Fiasko, das dort geschah. Also, ich das wollte ich Ihnen, das wollte ich dir bzw.

deinen Zuhörern einfach nur sagen, die Geschichte mit der Kennedybrücke ist das Ergebnis einer vermutlich legalen Absprache zwischen zwischen dem Münchner Polizeipräsidenten Goldammer ihr mit den unter unter bei sein der Zeugen Baum und Genfer.

So sieht das heute aus. Okay, diese Polizeikolonne war kam zum Stillstand. Ja. Sie sollte zum Flughafen fahren, es zeigte sich und es muss ja der 5.9. gehen. gewesen sein. Nein, das muss der 6.9. gewesen sein. Der 6.9. Das heißt die Und zwar am späten Nachmittag, ja.

Am späten Nachmittag, das heißt die ähm die Geiseln und die palästinensischen Attentäter waren schon auf dem Weg, also waren die schon raus aus dem Olympiadorf sondern ist es nicht Wann sind die Leute Aber die hätten ja sonst hätte ja die Kolonne keinen Grund gehabt zu irgendeinem Flughafen Hafen zu fahren. Das heißt, die müssen schon gewusst haben am Flughafen passiert die nächste Du bist natürlich ein großer Stratege, ne?

Aber Ich hätte z.B. gewusst, ich bin ein größerer Stratege, wieso? Absolut, weil ich warum weil ich war für den war, ne? Ja, ich und viele Geländespiele gewonnen hab.

Also, ich wusste, wenn wenn die wenn die jetzt wenn da irgendwas mit der mit der mit dem Laubfrosch, so hieß das, der Flieger dort, wenn mit dem irgendwas wenn der in den Gang gesetzt wird, wenn er losfliegt, dann erst müssen die dürfen eigentlich die Fahrzeuge hier losfahren und sie müssen so fahren, dass sie erst nach der Landung nee, dass die vor der Landung schon da sind.

Und das war eine zweite Welle nach der Landung an dem Flughafen kommen. Aber eben am falschen Flughafen. Ja. Eben nicht in Riem. Ja, aber ich wusste, dass die in zwei Wellen kommen. Und das war für mich nicht nicht so schwierig. Und wenn das Riem, ob das ein Riem war oder Prusse-Muckel oder irgendwas, das hätte ich gewusst. Okay. Also diese Kolonne kam jetzt zum Stillstand. Wollte Der der Irtum entstand bei dem Sprecher der israelischen Seite der nun übermittelt hat.

Wir geben also den den Plan Hubschrauber Transporte der Geisel Hubschrauber 1, Transporte unserer Leute und der und der deutschen Begleitmannschaft Nummer 2 das das geben wir jetzt frei und alle Mann also jetzt zum Flughafen. Aber eben zum falschen.

Nicht Ja nicht zum Fliegerhorst nach Fürstenfeldbruck, der ist Was der nicht wissen konnte oder was von ihm verschwiegen hat, dass nie über Riem verhandelt wurde, sondern immer nur über Fürstie. Also, es war ein Übertragungsfehler, eine Auslassung. Es war nicht klar, welcher Flughafen gemeint war. Ja. Gut. So würde ich auch sagen. Was ist denn dann passiert? Also, man muss jetzt wir sind jetzt am Nachmittag des 6.9.72. Ja. Ähm,

du warst ja nicht mehr aktiv.

Nein.

Warum warst du nicht mehr aktiv?

Weil ich hier saß, in diesem Zimmer. Am Fernseher und meine Mitarbeiter saßen in am am Ding am am also meine vom psychologischen Dienst die beiden, die saßen im im im im Lagezentrum bzw. wahrscheinlich in der Polizeikaserne dort. Das war so eine so eine Hütte, die für uns gebaut und die haben mich angerufen und haben gesagt guck Fernsehen zweites Programm.

Okay. Die sind komplett. Aber du warst ja insofern nicht mehr aktiv, als du sofort gekündigt hast. Ja, warum? Du wenn mir einer sagt hier, wir brauchen nicht keine Psychologen, dann gehe ich doch, ne? Also das heißt, du hast du hast als bekannt wurde, dass dieses Szenario 26 habe ich gelesen ein tritt und zwar exakt so ein tritt wie geskriptet im Wesentlichen. Ja, es war es war ein Arschtritt für Sieber.

War ein Arschtritt eigentlich wäre es ja eine Auszeichnung für Sieber gewesen, der Warum hast du ein Arschtritt? Ja, die haben gesagt mach mach eine Mücke. Mach, dass du rauskommst. Du hast hier im Krisenraum nichts mehr zu zu erwarten. Du darfst das jetzt nicht gleich schalten. Diese Konferenz und über die wir gesprochen haben. Die waren sieben Wochen davor. Ja.

Und an dem Tag das das Wichtigste Ereignis war dieses Gespräch im Krisenraum. Und das war das Wichtigste. Weil da da da liegt die Mutter aller aller Fehler. Das heißt, du warst ab dem Moment ähm warst du entfernt, du warst Nach diesem nachdem ich das alles so mit mitbekommen hatte, Ja, warst du raus. wurde ich angesprochen. Aha.

Das war ein das war ein ein Kriminalbeamter, irgendwie Assistent oder was von von Schreibers war nicht der Rubrecht. Schmidt, ich weiß nicht mehr wie ich es irgendwann mit Schmidt. Jedenfalls der sagte zu mir ja Herr Sie war jetzt Chance das jetzt Wir uns halt nicht mehr gebraucht da, und das ist jetzt eine Sache der der Polizei und der der der Scharfschützen und was wollen sie denn da noch, ne? Jetzt in der in der Dr.

Schreiber bittet sie recht schön, dass sie jetzt den Raum verlassen. Also okay, dann warst du raus, out of job? Ja. Und saßest in diesem Raum von Ein verteilter Arschtritt sozusagen, ne? Du saßest hier vor dem Fernseher und hast die Berichterstattung Ach, das weitere verfolgt, ja. Gut, wie das dann ausgehen, wissen wir? Wir wissen noch gar nichts. Warum wissen wir gar nichts?

Weil auf sämtlichen Unterlagen, auf sämtlichen Dokumenten und Protokollen liegt eine eine eine wie sagt man da eine Geheimnis, Stempel. Und du siehst, du darfst nicht rein. Aber es ist 50 Jahre her. 65 ist der Ist der Vorlauf. Ist der Vorlauf.

Das heißt, wir wissen Wir müssen jetzt noch Also ohne Spaß, du musst jetzt noch 15 Jahre leben, um dann möglicherweise das Recht einklagen zu können, da rein zu gucken. Und da werden die wahrscheinlich gesagt haben, wir hatten eine Putzfrau, die hat gefragt, ist das Kunst oder kann das nicht? Hm. Ne, du wirst kommen und irgendwas finden Es ist jetzt schon so. Gibt es denn dieses Szenario in gedruckter Form oder in weiterreichender?

Nein, es es gibt es in Teilen, aber ich habe es hier nur noch auf dem Computer. Bei mir ist ja alles nicht genommen worden. Aha. Ich weiß auch nicht, wohin das verbracht wurde. Aber du hast dieses Szenario, dass die Ereignisse skriptete, das hast du noch. Das heißt, ich kann es einsehen, wenn ich wollte oder wenn du willst. Du kannst nur noch das, was auf meinem Computer ihrer ihrer Weise geblieben ist. Das machen wir nachher. Aber es ist es ist sehr sehr wenig. Mhm.

Weil die haben ja auch unsere ganzen Schreibgeräte, also eine polizeiliche Durchsuchung bedeutet auch, dass du mal hier das das Paket hochgehoben wird. Verstehe, das ist eher rabiat gewesen. Nee, das ist gründlich, alles. Alles. Wie sie dich das wie die sich das vorgestellt haben, weiß ich auch nicht, ob die ob ich dann wirklich irgendwo ein Geheimfach hab oder sowas, keine Ahnung. Was ist denn dann passiert?

Also, ich habe jetzt wollte ich jetzt nur nach in in einer anderen Logik sagen, wo sind die Fehlerquellen. Ja, kenne die Brücke und das ist der die die erste massive Ursache, diese Gespräche zwischen Israel und München und diese diese Gespräche haben halt dazu geführt, dass z.B. hier der falsche Flughafen angefahren wird.

Es hat dann aber auch in der Folge dazu geführt, dass selbst nach Fürstenfeldbruck Die die Truppen mit 2 1/2 Stunden Verspätung eintrafen. Man muss wissen, Fürstenfeldbruck liegt im Westen von München, ist mit dem Auto heute in einer halben Stunde gut erreichbar, damals geringere Geschwindigkeit, sagen wir mal eine Stunde. Ja, aber gab schon eine Autobahn gab’s Bundesstraße.

Also, ich kann dir nur sagen, wenn es wenn du es jetzt unter diesen Umständen probieren würdest, du würdest drei Stunden brauchen. 300 Fahrzeuge von München Nee, nur dein einzelnes Fahrzeug. Schau, wenn das jetzt der Weg ist, ne? Hier sind hier ist also das Olympische Dorf und hier das ist Westen in München, ne? Ja, Nordwesten, ja. Und hier ist für sie. Ja.

So, dann musst du also über alle möglichen Feldwegen so überall hin und an jeder Ecke, an jeder Beugung wirst du angehalten. Ausweis bitte. Ja. Ne? Also du kannst ja nicht einfach da durchfahren. Weil die wussten ja Die große Befreiung wird ihr zehn Fürsten von Brüx sein. Ja. Die hatten ja keine Ahnung, die die hatten nicht die hatten keinen Draht zu Israel.

Aber war denn die Idee, dass die israelischen Sicherheitsleute in Fürstenfeldbruck aktiv werden? Nein. Aber es es war die Idee, dass jetzt die die PLO-Leute hören, irgendwie mitkriegen, Ja. wie wir werden hier an der Nase an der Nase rumgeführt oder attackiert. Und die musste man jetzt abwägen. Okay. Das hat ja hervorragend geklappt.

Erstens keiner gekommen und zweitens wirklich jede jede an jedem Knick war stand Polizei, Ausweiskontrolle und so weiter.

Okay, also alles was ihr an Material hattet wurde beschlagnahmt. Das ist nach wie vor im Besitz des Auftraggebers, so sage ich das. Oder es ist im Besitz des Auftraggebers. So. Dann, dann habe ich vor vor Jahren von dir erfahren, dass das ja kein Ende nehmen wolltet, also diese Verdächtigung, dass du beteiligt, dass du Täterwissen haben müsstest. Das ist ein paar Jahre her, da haben wir mal drüber gesprochen.

Das kann ich zu zu Tränen hören, aber es ist das Unwichtigste. Ja, nicht die Tatsache, dass man dir Täterwissen unterstellt, sondern der die Konsequenz, dass du sozusagen nicht rehabilitiert wurdest. Ich bin noch nicht beschuldigt worden. Du wurdest doch nicht beschuldigt. Hat sich kein Staatsanwalt von mir hingestellt, hat gesagt im Namen des Volkes und so weiter. Bin ich angeklagt.

Wurdest du beobachtet von den Versicherungen? Oh ja, das Ding hat sogar einen Namen. Das schreibt sich so. BF13 ist das, glaube ich. Was ist BF13? Das ist die beobachtende Fahndung. Das heißt, wo immer ich damals mich bewegt habe und das hat über 10 Jahre gedauert. Also bis in die 80er Jahre? Bis in die 80er Jahre wurde ich Ich begleite.

Du wurdest beschattet? Nein, begleitet. Das mit dem Beschatten, das war früher, als es die großen Friesen diese Arbeit gemacht haben. Also, begleitet heißt, du kanntest die Menschen der Sicherheitsbehörden vermutlich dabei. Ich habe einige einige habe ich es natürlich wieder erkannt, weil die bei mir im Seminar waren. Im Seminar als du der bayerischen Bereitschaftspolizei? Ja, oder nicht der nicht der der bayerischen Bereitschaftspolizei, die wenigsten, aber die meisten eben im Laufe der Jahre als Teilnehmer von unseren Seminaren.

Also, du wurdest begleitet, nicht beschattet mit Ja. und die wollten Und ich wurde auch peinlichst gefragt bei Auslandsreisen so mit dem Flieger nach Italien. Hier ist mal Angst gehabt, dass ich den Flieger noch erwische. Und der Flieger ist dann meinetwegen Viertelstunde später losgeflogen. Wo wir sehen, warum können wir da mal anrufen, haben sie da eine Telefonnummer, wie heißt der Mann und so weiter. Aber ist ja völlig irre.

Und wann hat es aufgehört? Nachdem ein Anwalt Uli Bayer hieß der eine offizielle Beschwerde an das an die an das Land Bayer eingestellt hat. Hast du Akteneinsicht erlangt? Nein. Hast du sie versucht? Ja, das ging schon deswegen nicht, weil der Uli Bayer ein paar Monate später schon gestorben ist. Okay. Also, es tut mir leid, ich kann da nicht helfen.

Nein, das ist hochinteressant. Also das teuerste, was du noch finden könntest, wäre diese Publikation von der Sarah Morris. Der Titel dieses Heftes heißt 1972. Ja. Das habe ich ja aber schon gesagt. Ja. Du hast es immer immer noch nicht, ne? Ähm, sie hat einen Dokumentarfilm gedreht, der ist mir ohne weiteres nicht zugänglich. Aber ich kümm mich drum.

Der könnte dir am Ersten zugänglich sein, weil der ist der gehört dem Museum hier, ne? Dem Stadtmuseum. Wie heißt das Museum noch mal? Wie heißt der der der Wo der wo das blaue Pferd drin ist? Ja, ja. Ja, das ist äh das blaue Pferd ist doch im Lehmbach. Am Lehmbachhaus, genau. Das ist im Lehmbachhaus lagert das. Okay. Es gibt doch auch ein Buch von der Sarah Und es gibt ein Buch, wo alle diese Interviews schön verskriptet sind in rot und blau. Stand das nicht auch immer hier draußen ein Exemplar?

Wenn du willst, mach es mal. Okay. Und wir machen dann auch bald mal eine Pause. Wir machen jetzt eine Pause.

Wir sind hier in einem in einem prägenden Land, ne? Also, das ist ein Land, in dem z.B. ein Landesvater aus Straus umfangreiche Fleisch und und Woll und und Textilgeschäfte mit der DDR betrieben hat. Irre in in dem Irrenausmaß. Mhm. So.

Glaubst du, dass der irgendeine Spur hinterlassen möchte, damit so einer wie ich dann später mal sagt: “Ah, ja, das war von dem.” Die Fleischladungen für das und das. Oder die 3 Oktoberfest Bedarfsleichen da. Mhm. In Sommerville? dann triebst du hier. Das ist aber doch okay. Wir haben immerhin die Möglichkeit die Rechtsmittel in der Form zu nehmen, ne? Ja.

Nur ich hab ich bin ich war schon damals zu alt dafür das das wirklich zu machen. Und das interessiert auch von unseren Leuten keine Sorge. Nee, heute ist es es hat eine historische Perspektive und Ja, dann warten wir doch mal ab, bis ein bis ein bis ein Prähistoriker kommt und Ja, die Frage ist eher, was kann man aus der Geschichte lernen und was sollte man lernen für die Zukunft?

Dann man sollte daraus lernen, niemals jemand zum Polizeipräsidenten zu machen, der alle alle Meter lang das Zepter ablegt und sagt, ich bin Privatmann. So wie Schreiber, ne? Das was der Schreiber uns bei der Olympischen Spielen serviert hat, das hat er 1971 bei dem Überfall auf auf die Deutsche Bank.

Gegenüber Jetzt wie heißt der Laden? Nicht Dallmeier, sondern Käfer. Ja. Ah, in der Prinzregentenstraße. Prinzregenten, ja. Bin der Prinzi. Ja, das Muster 1971. Das war 1971. Das war sein Vorgehensmodell, ne? Das das war Für mich war das damals der der Punkt, dass ich gesagt habe, also ich ich habe das jetzt schon so oft mit mitgemacht. Jetzt, ich mache jetzt nicht mehr mit.

Ich gehe jetzt an die Presse. Daraufhin hat er mir geschworen, das wird nie wieder vorkommen.

Dieses Vorgehen wird sich nie wiederholen?

Ja.

Oder dass du an die Presse gehst.

Nein, dass dass dass er noch mal äh freiwillig auf die Einsatzleitung verzichtet.

Ah, das heißt positiv formuliert heißt es Du musst Du musst das aus seiner Sicht sehen, Ja. ne Er hat freiwillig auf die Einsatzleitung verzichtet dachte er auch die alle geil sind. Weil es Renommé bringt. Ja, klar. Und freiwillig verzichten heißt in dem Vorfall, ich glaube es gab einen bewaffneten Raubüberfall auf die Deutsche Bankfiliale in der Prinzregentenstraße. Ähm, die hätte sind mit der Beute entflohen. Nein. Dann erzähl’s mir. Also, es sollte sichergestellt sein, dass die Geiseln alle lebend davon kommen. Okay.

Das mit dem Geld scheißegal ist, das war Das war schon eine Frucht meiner vielen Seminare. Ja. Das Leben der Geiseln zählt mehr. Ja, immer. Immer. Oder das Leben meines Polizisten noch durch das Doppelte. Ja. So, dann wissen wir es. Und der der der Schreiber hat damals äh Ja, ich glaube, er hat es nicht verstanden. Also, ich nehme mal an, der Wald ein bisschen doof war, ne? War eitel und doof. Ja.

Also, stell mal ein paar die Seife sind vor dem mit einer Blondine tanzt und dann sagt er, “Lang ist mir mal da aufs Herz, das hier uns dann was.” Und die zieht die Pistole raus. Die sagt mir kurz will und steck es gleich wieder rein. Okay. Ja? Ballszene. Schwierige Persönlichkeit. Ja, mein Gott. Ich wollte auch nicht, was man das sagen soll. Also, ich hätte so einen nicht nicht haben wollen. Vogel wiederum hat gesagt, den habe ich bekommen.

Den hat er geerbt. Den habe ich geerbt. Hans Joachim Vogel, der Bürgermeister. Ja. Mit dem habe ich meine ganzen Dienstzeit zwei oder dreimal geredet. Mit Hans Joachim Vogel? Ja. Toller Typ eigentlich. Das ist ein toller Typ. Ich war jedes Mal hatte ich wieder ein ganzes Programmchen in Jahr. Die war richtig gut. Ja, schlau und gut vorbereitet. Genau.

Also, jetzt haben wir das Du ähm möchtest du ein Häuschen machen? Ey, wir machen wir machen Lass die Ute erst ruhig erstmal finden. Wir sollen mal das Buch suchen. Okay. Na, ist nicht, dass ich die Ärger mit der Ute krieg. Alles kriegst du sicher. Okay. So, jetzt Ähm, also das das ist das ist der der der einer der Hauptpunkte gewesen, dass der falsche Flughafen da war. Ja.

In und die Folge davon wiederum, dass sie dass der dass die dass die äh Rettungsmannschaften sozusagen mit zweieinhalbstündiger Verspätung im Bezug auf den geplanten ein aufs Geplante eintreffen Ja. kam. Das heißt also, als die dann endlich kam, war alles zu spät eigentlich, ne? Weil die ersten haben ja schon wieder abgezogen. Die Mannschaften wurden versetzt.

Also die die die Lichtmasten waren aus, ne? Und so weiter. Na ja, die Party war vorbei, wenn es eine Party war. Also das das Gefecht war zu Ende. Die Genau Gleise waren tot. Nein, nein, nein, nein, die waren noch gar nicht tot. Die wurden dann erst erschossen. Die wurden erst erschossen als die kamen, ne? Die landeten und dann stellten die die bereitgestellten äh PLO-Leute fest. Scheiße.

Äh, irgendwas haben wir ver ver versemmelt oder so. und haben angefangen zu schießen. Aus dem Dokumentarfilm erinnere ich mich hieß es das Das ist kein Dokumentarfilm, das ist ein nachgestelltes. Aus dem nachgestellten Film? Gibt nichts. Entnehme ich, dass eine Gruppe von Polizeibeamten getarnt war als Personal Als Steward von der Dings, ja? Als Steward der Boeing, die bereitgestellt war. Richtig, aber sie waren schon vorher geflohen.

Sie waren geflohen, weil sie sich sagten, das ist aber ein blödes Spiel, das machen wir nicht mit. Wir haben alle Familie, sind wieder raus. aus dem Flugzeug, das heißt die Boeing war sinnlos und stand da so in Fürstenfeldbruck rum. Ja, aber die die Wahrheit war, dass sie das nicht gesagt haben, sondern die haben gesagt, äh hier gibt es keine Information, alles ist geheim und hier werden uns bloß erschossen. Das machen wir nicht mit. Tschüss. Okay. Entweder ihr sagt uns jetzt Was ihr wollt, was ihr vorhabt? Was was sind die Pläne oder ihr sagt sie nicht, aber wenn ihr sie nicht sagt, dann sind Sind wir wir raus.

andere Polizisten Okay. Das heißt die Boeing war wertlos, denn von den palästinensischen Attackieren, konnte keiner so ein Fluggerät fliegen?

Theoretisch man hat es ja nicht probiert, aber dass es fliegen können, die die dritte Folge von diesem Desaster war, dass der Vogel bei der Schlussrunde an diesem Tag der internationalen Presse verkünden musste, von dem Zettel ablesend, äh alle Geiseln haben überlebt und alle Täter sind erfasst. Wurden getötet. was ja so nicht stimmte.

Das stimmt überhaupt nicht in keiner Weise. Es wurden doch alle alle Geiseln waren tot. Genau. Trotzdem musste er zur Schlussveranstaltung diese Botschaft doch verlieren. Wer hat denn diesen Text diktiert und warum ließ sich Hans-Jochen Vogel eine wieso hat er sich da instrumentalisieren lassen? Weil er gedacht hat, das kommt von der Einsatzleitung.

Es war im gar Du nicht hast mir erklärt Es war Hab gesagt, ich stehe am Mikrofon, ja besonders zu tun, was jetzt Reden zu schreiben. Ja, oder oder nein auch nachzupfeifen. Ob das stimmt. Wie ist diese Botschaft jetzt hierhergekommen, ne? Wissen Weißt du, hast du eine Vermutung, wer ihm das in den Nein, ich weiß ich habe keine Vorstellung. Okay, also hast du auch ein Vogel? Im bösen Fall würde ich sagen, es war der Gauweiler. Ja, der war noch nicht so richtig aktiv damals.

Und der war ja doch, das war es schon. Der hatte schon ein Judenstempel in alle Schulen Ausweise stempeln lassen, ne? In alle in welche Ausweise? In Schule Ausweise. Gauweiler? Ja. Okay. Du weißt du das nicht?

Nein, das weiß ich nicht.

Lies mal den Spiegel. Okay. Geschichte von von Gauweiler. Das ist eine andere Geschichte, ja.

Also, der Jochen Vogel hat es nicht rausgefunden, der hat es natürlich am allerliebsten gewusst. Also Jochen Vogel stand vor der Weltöffentlichkeit, vor der Presse und hat die Unwahrheit verlesen. Genau. Hat hinterher erfahren, wow, das lief jetzt ganz anders und ganz schief. Ja. Und Es war ein Irrtum. Es war ein Irrtum und dann kam man langsam drauf, dass oder vermutlich sehr schnell drauf, dass das Gegenteil die Wahrheit ist. So ist es.

Da warst du aber längst außer Dienst, du wurdest noch nicht observiert. Genau und ich habe mich dann auch ganz elegant davongeschlichen, also Ja. auf dieser Presse, ich habe das Ende dieser Pressekonferenz gar nicht erlebt. Ja.

So, das sind die drei Die drei schwierigsten Punkte. Ja. Ein kleiner schwieriger Punkt, den den können wir aber auch noch sprechen. Die israelischen, die israelische Seite wollte, dass wir mit MG, Panzerfaust, Scharfschützen und und noch irgendwas werden. Weiß ich es auch nicht mehr.

Also dass wir mit Waffen ausgerüstet sind, die dem Ernst dieser Lage entsprechend so haben sie formuliert. Und die standen im Moment uns alle auf der Verbotsliste. Das heißt, die Polizei hatte diese Waffen nicht. Nein. Die hatte sie nur nicht, so das war ihr auch verboten sie zu benutzen. Gesetzlich vom vom vom Gesetzgeber verboten solche Waffen einzusetzen. Das heißt, die Polizisten hatten so die typischen Walter PKs, diese Handfeuerwaffen. Du musst andersrum denken.

Die Israelis hatten keine Ahnung ihre unsere Leute bewaffnet sind. Ja. Ich muss auch keinen bin auch keinen Erklärungsschuldig, wie unsere bewaffnet waren. Es geht keinen was an. Ja. Er soll sich heute in der Politik mehr tummeln und soll dann sagen: “Ha, ich weiß aber das und das ist dann und dann erlaubt.” Aber äh das ist das bringt auch nichts in der so einer Situation, weil die Situation nicht bewertet werden konnte.

Das ist ja alles nur Vorgespräch gewesen, Planung. Mhm. Und das ist juristisch dann nicht Fakt. Okay. Also, das ist äh das das das zeigt, dass also auch die die israelische Seite weitgehend hilflos war, ne? Und die Leute, die das machen mussten, die waren auch nicht dabei gewesen, wie das verabredet wurde. Das sind lauter verschiedene Peträfen, die ihn gekocht wurde.

Nun führten die Ereignisse ja mittelbar zur Gründung in der GSG9. Ja, das das war Futter für das Volk halt. Ja. Warst du da noch beteiligt?

Nein.

Du wurdest doch nie angefragt?

Nein. Ein früherer Mitarbeiter von uns, der Solenski. Ja, der ist bekannt. Ja, der ist bekannt geworden durch einen einzigen Einsatz. Mogadishu. Mogadishu, genau, gut. Ja, na, ich habe mich ein bisschen vorbereitet. Ja.

Viele wissen das nicht mehr. Ja, da war ja Genscher wieder vor uns. hat. Ja. Der lief immer auf den Genscher Tickets. Ja, war zu der Zeit nicht der schlechteste Vermutung. Sally war auch mein offizieller Nachfolger, den habe ich zu meinem Nachfolger ernannt, bei der Münchner Polizei. Mhm. Also, ich habe den psychologischen Dienst nicht etwa verlassen, äh per Flucht oder so, sondern geordnet. Sehr geordnet, sagt Sally, das ist es hier so und so. Und bei ihm haben sie auch nichts gesucht, komisch aber. Nee, er war ja auch nicht beteiligt, offenbar.

Also, wenn ich jetzt der Einsatzleiter gewesen wäre, der dem Sieber auf die Schliche kommen würde, dann würde so würde ich mich mich fragen wo hat er seine Dokumente vergraben? Du würdest das Umfeld betrachten, ne? Ja, und dann würde ich sofort drauf kommen, die hat doch seine eigenen Mitarbeiter Salewski hat er doch hier geschickt als Vertreter. Okay. Was ich doch gerne machen würde, bevor wir jetzt da eine Pause einwerfen, ist diese rudimentären Dokumente, die du vielleicht noch findest. Ja, das ist Ja, okay.

Wir suchen nach den vielleicht noch in Teilen vorhandenen Dokumenten der Szenarien und Lagen, die ja angeblich verschwunden sein sollen. Wenn etwas gefunden wird, dann gibt es hier einen vierten Teil der Gespräche mit Georg.

edit: ich fragte einige Male nach. Auch nach dem Umzug von Sieber nach Wiesbaden fanden sich leider keine der vermieten Unterlagen mehr. Es bleibt ein Rätsel, weswegen die ‘Lage 26’, die das Vorgehen der Terroristen wie in einem Drehbuch vorwegnahm, nicht wieder auftauchte.